T-Systems und die Barmer starten mobiles Präventionsprogramm

Trainer aus dem Internet hält Versicherte von Deutschlands größter Krankenkasse fit. Die Barmer bietet ihren rund sieben Millionen Versicherten ab Mitte 2008 erstmals einen technologiegestützten, mobilen Fitnessdienst.T-Systems betreibt die gesamte Lösung in eigenen Rechenzentren und betreut die Anwender in allen technischen Fragen.

Wenn wir unsere Versicherten motivieren wollen, aktiv Verantwortung für ihre eigene Gesundheit zu übernehmen, müssen wir Angebote machen, die ihrer speziellen Lebenssituation angepasst sind. Und eine mobile Welt verlangt eben auch mobile Lösungen, sagt Dr. Johannes Vöcking, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Das neue Fitness-Programm erfüllt diese Anforderung.

Die Programmteilnehmer beugen durch gezieltes Ausdauertraining gesundheitlichen Schäden vor. In der Prävention sieht die Barmer einen wirksamen Ansatz, um den Vormarsch chronischer Krankheiten zu stoppen und damit die Ausgaben im Gesundheitswesen positiv zu beeinflussen. Die mobile Lösung eignet sich nicht nur für das Jogging, sondern auch für Sportarten wie Walken, Radfahren oder auch das Training auf dem heimischen Laufband. Während des Sports übermittelt ein Brustgurt via Bluetooth Daten wie etwa die Herzfrequenz an das Handy des Sportlers. Er sieht diese auf dem Display und kann seine Anstrengungen den angezeigten Werten anpassen. Beim Laufen, Walken oder Radfahren bringt ihn das Handy auf Wunsch wie ein Navigationsgerät auf den richtigen Weg.

Nach dem Training sendet das Mobiltelefon die ermittelten Werte zum Webportal. Hier erfolgt umgehend die sportmedizinische Analyse. Aus den Ergebnissen leitet das System den neuen Trainingsplan ab und stellt diesen dem Versicherten über das Internetportal der Barmer zur Verfügung. Der wissenschaftlich fundierte Trainingsplan folgt Prinzipien des American College of Sports.

Das ist die erste automatische Online-Lösung für die mobile Fitness, sagt T-Systems-Chef Reinhard Clemens. Darin steckt das Know-how aus zwei Welten, der Informations- und der Kommunikationstechnologie. Das ist unser Kerngeschäft und deshalb ergänzen wir unseren Kunden BARMER ideal. Gemeinsam werden wir an der Weiterentwicklung arbeiten und zum Beispiel um virtuelle Lauftreffs, Streckenvorschläge, Lauf-Wettbewerbe oder Sportler-Communities ergänzen.

Die heutige Gesellschaft zollt vielen Wohlstandskrankheiten Tribut. Durch zu wenig Bewegung tritt zum Beispiel der Diabetes mellitus bei immer jüngeren Menschen auf. „Um etwas dagegen zu tun, muss man nicht einmal die für manche Menschen bittere Pille Sport schlucken, sondern sich nur etwas mehr bewegen”, so Dr. Thomas Wessinghage, Ärztlicher Direktor der Medical Park-Kliniken im Tegernseer Tal. Mit der Lösung von T-Systems und der Barmer sind Menschen, die für ihre Gesundheit aktiv werden wollen, so mobil wie ihr Handy.

Quelle: www.barmer.de

Eine Antwort zu “T-Systems und die Barmer starten mobiles Präventionsprogramm”

  1. bendowa sagt:

    Der Ansatz, mehr für die Bewegung zu tun ist im Grunde ja sinnvoll und richtig. Aber ist es nicht eine Grundvorausstzung des Sports, auch zu Lernen auf seinen Körper und dessen Signale wie z.B. Schmerzen, Luftknappheit usw zu hören? Ich frage mich, ob ein Computer das kann! Da ich nicht Kunde der Barmer bin, würde es mich brennend interessieren, ob das System so funktioniert, wie es sich T-Systems und die Barmer vorstellen. Ich weiß nicht so recht, ob ein elektronischer Trainingsplanersteller das Know- how eines Sportwissenschaftlers oder Physiotherapeuten im Rahmen der individuellen Trainingsbetreuung ersetzen kann. Vielleicht finden sich ja zwei oder drei Anwender die ihre Meinung hier äußern wollen!

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