Der Unterschied zwischen Muskelzerrung und Muskelfaserriss
Donnerstag, September 25, 2008
Gerade beim Sport kommt es oft durch ungenügende Aufwärmung oder Fehlbelastungen zu Verletzungen der Muskulatur. Anfällig ist besonders die Wadenmuskulatur, welche aus dem oberflächlichen Teil dem m.triceps surae (m.soleus und m.gastrocnemius) besteht. In der Tiefe finden sich drei weitere Muskeln (m.flexor digitorum longus, m. tibialis posterior, m.flexor hallucis longus) welche aber nicht so anfällig für Verletzungen sind.
Schwierig fällt besonders die Feststellung, ob es sich um eine Muskelzerrung, einen Muskelfaserriss oder gar einen Muskelriss handelt. Einen Muskelriss erkennt man in der Regel schon daran, dass die Muskelfunktion wie z.B. der Zehenstand auf dem betroffenen Bein relativ unmöglich ist. Bei einem Riss tritt ein messerscharfer Schmerz auf, der zum sofortigen Belastungsabbruch führt. Hier sind chirurgische Maßnahmen oft unerlässlich.
Den Muskelfaserriss kann man oft an einer spürbaren Delle von ca.1-2 cm um den Schmerzpunkt festmachen. Desweiteren finden sich oft Einblutungen im Bereich des Risses. Der Arzt kann mit dem Ultraschall zudem evtl. eine Muskellücke feststellen. Der Schmerz ist meist sehr diffus. Der Muskelfaseriss ist nicht zu unterschätzen, da hier die Gefahr der Thrombose besteht. Dazu kann durch die Einblutung ein so genanntes Kompartementsydrom entstehen. Hier kann es zur Verdrängung des Gewebes durch das Blut kommen, was zu einem Absterben des Gewebes führen kann. Bei einem Muskelfaserriss sollte min ca. 6-12 Wochen pausiert werden. Während der Heilung entstehen Risse, welche zur Vernarbung führen können, was das Gewebe anfällig für neue Verletzungen macht.
Eine Muskelzerrung ist eigentlich ein Muskelfaserriss Grad 1. In der Regel fällt die Symptomatik geringer als beim Muskelfaseriss aus. Hier erfolgt keine Einblutung. Die Bewegungseinschränkungen sind generell geringer ausgeprägt. Eine volle Belastung der Struktur sollte frühestens nach drei Wochen erfolgen.
Behandlung:
- In der Frühphase, also direkt nach dem Trauma sollte die PECH-Regel angewendet werden, bedeutet: Pause, Eis, Kompression, Hochlagern.
- Im späteren Verlauf bitte zurückhaltend mit dem Eis umgehen. Ideal ist, das Eis ca. 20 Sekunden einwirken zu lassen. Wenn das Eis zu lange einwirkt, kann die Schwellung im Muskel nicht optimal abgebaut werden.
- Leichte aktive Dehnung der Struktur ( durch z.B. Anziehen der Fussspitze), idealerweise den Fuß im Wechsel anziehen und wegstrecken.
- Massagen sind in der ersten Phase der Heilung nicht angebracht, da diese zur Verknöcherung der Muskulatur führen können (myositis ossificans)
- Der Arzt kann schmerzlindernde Medikamente verabreichen oder z.B. Ultraschall verordnen
- Tapen: getapt wird nur auf ärztliche Verordnung mit klarer Diagnose!
Quellen: Gesundheit-heute .de und eigene
Der Text ist nur zur Information gedacht und ersetzt nicht den Arztbesuch!
Entry Filed under: Verletzung. Schlagworte: Muskelfaserriss, Muskelriss, Muskelzerrung, PECH, Sportverletzung.
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1.
peter | Sonntag, Mai 3, 2009 at 20:28
alzooo ich hatte am samstag(also gestern) ein spiel.
wier haben unz zuerst gedähnt und aufgewermt dann haben wier schuss übungen gemacht und alz ich grad geschossen hab hat grad mein oberschenkel geknacks.
und ich könnte nicht mehr aufstehn vor schmerzen nach7 sekunden bin ich aufgestanden und ich könnte kaum laufen.
was war das was ich hatte ich hab immer noch ein bisschen schmerzen.wenn ich laufe humpel ich.
2.
bendowa | Montag, Mai 4, 2009 at 13:01
Hallo Peter,
das hört sich nicht gut an. Leider kann ich dir keine Tipps geben, da ich das Bein ja nicht sehe oder seine Funktion testen kann. Deshalb kann ich dir nur raten zum Arzt zu gehen um schlimmeres auszuschließen.
Gute Besserung, Thomas